Clickbait – Hast Du etwas wichtiges zu sagen, dann tu es.

Clickbait Symbolbild von Jacob Medien

Clickbait – Wieso wird es genutzt und welche Wirkung hat es?

Clickbait beschreibt eine mehr oder weniger plumpe Methode um Besucher von einem Beitrag (z.B. aus Social-Media-Seiten) auf die eigene Website zu lenken. Das klingt in erster Linie erstmal nach einem verständlichen Motiv. Aber stellen Sie sich vor, freut sich ein Fisch, wenn er auf einen Köder an einem Angelhaken reinfällt? Denn nichts weiteres heißt Clickbait übersetzt – Click = Klick auf die Seite Bait = Köder. 

Warum aber nutzen Websites, Unternehmen, Blogs oder Privatpersonen so etwas?

Ganz einfach: Websites brauchen Klicks um für Suchmaschinen relevant zu sein, außerdem gibt es Websites, die Clickbait betreiben und gleichzeitig auch Werbung auf Ihrer Website schalten. Es gibt Abrechnungsmodelle bei der Werbeschaltung, bei denen der Werbungschaltende zahlt, wenn die Werbung erscheint, also eine Impression der Werbung vorhanden ist.

Für fast jede Website gilt, dass jeder Besucher einer Social-Media-Plattform ein potentieller Besucher einer Website ist.

„11 Dinge, die Sie getan haben müssen, bevor Sie heiraten“

Clickbait ist nicht immer negativ. Manche Websites, die auch Clickbait nutzen um Besucher auf die eigene Website zu lenken, bieten einen unterhaltsamen und informierenden Content, der es durchaus Wert ist gelesen zu werden.

Vielleicht kennen Sie Headlines in Social-Media-Kanälen wie „11 Dinge, die Sie getan haben müssen, bevor Sie heiraten“ oder ähnliche Headlines, die Sie im unklaren lassen, um was es eigentlich geht, Sie aber neugierig machen sollen.

Die reißerische Headline gepaart mit vielen Seitensprüngen (Achtung zweideutig) auf der Website, um den gesamten Content zu erfassen (Je mehr Klicks innerhalb einer Website, desto relevanter ist die Seite auch für Suchmaschinen) schmälern den Entertainment-Faktor eines Beitrags. Oftmals ist die Qualität des Contents so gut, dass sich das Lesen durchaus lohnt.

Betrachtet man Clickbait aus einer anderen Sicht, zum Beispiel eines Unternehmens, dass ausschließlich im Business to Business-Bereich angesiedelt ist, so sollte jedem Website-Betreiber klar sein, dass diese Methode dazu führen kann, dass Benutzer gar nicht mehr die „beköderte“ Website besuchen wollen. Ist auf der Unternehmenswebsite dann zusätzlich noch eine Vielfalt an unterschiedlicher Werbung für unternehmensfremde Produkte zu sehen, so ist es möglich, dass das Vertrauen in die Website verloren geht.

Clickbait schön und gut – Aber wann ist es sinnvoll nur einen kleinen Einblick zu geben?

Bei komplexeren Themen, die für die Hauptseite (Startseite) zu lang und zu erschlagend wirken, ist es sinnvoll eine kleine Zusammenfassung mit einem Bild zu erstellen und dies anstatt des gesamten Artikels zu präsentieren. Es wird lediglich ein Hinweis auf den Inhalt gegeben, der Nutzer entscheidet selber, ohne geködert zu werden, ob er ihn lesen möchte.

Eigentlich gilt: Content first, aber abgesehen davon ist es die Usability (Benutzerfreundlichkeit), die dem Nutzer ein gutes Gefühl gibt, wenn er eine Website besucht. Also: Sag was Du meinst.

Danke für Ihren Besuch auf dem Jacob Medien-Blog.

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